Oberliga-Frauen der HSG Wilhelmshaven 20:19 (8:8) bei HSG Phoenix

Zwei Stunden auf dem Spinning- Rad benötigte Michael Muche, Trainer der Oberliga- Handballerinnen der HSG Wilhelmshaven, gestern, um den 20:19 (8:8)-Zittersieg seines Teams bei der HSG Phoenix zu verarbeiten, bei dem die Gäste im Angriff komplett versagten.

Muche: „Das war die mit Abstand schlechteste Leistung in diesem Bereich unter meiner Regie. Das einzig gute an diesem Minimalistenspiel waren die zwei Punkte und die Torwartleistung von Larissa Ricklefs und Laura Ditzel aus der zweiten Mannschaft, die jeweils drei Siebenmeter entschärften.“ Es ging in Bassum bereits schlecht los für die HSG-Frauen. Zwar warf Kreisläuferin Sina Linda nach zweieinhalb Minuten das erste Tor des Spiels, in der Folge landeten aber gleich vier HSG-Würfe am Pfosten. Die Folge dieser fahrigen Angriffsbemühungen: Das Kellerkind konnte sich in der 11. Minute über eine 6:3-Führung freuen. Muche: „Der Phoenix-Trainer hat hinterher von einer ganz starken Abwehrleistung seines Teams gesprochen. Das darf er gerne denken, aber die mageren acht Tore zur Halbzeit von uns – ein absolutes Kinderhandball- Ergebnis – gehen ausschließlich auf unsere Kappe.

Wir haben im Angriff überhaupt nicht ins Spiel gefunden und uns dem Niveau der Gastgeberinnen angepasst.“ Immerhin: der Tabellenfünfte arbeitete sich bis zum Wechsel wieder heran und führte in der 34. Minute nach einem Treffer von Katharina Reitz, am Ende mit sieben Treffern beste Torschützin der Gäste, mit 12:9. Diese Führung konnten die HSG-Frauen aber nicht verwalten. Denn anstatt anschließend in Überzahl nachzulegen, ließen sich die Wilhelmshavenerinnen einen Treffer einschenken – und nach zwei Siebenmeter-Toren des Kellerkindes war beim 12 12 (41.) wieder alles auf Anfang gesetzt.

Und so ging es weiter: die HSG legte vor (14:12/45.), Phoenix zog nach (14:14/47.), die HSG legte vor (17:15/53.), Phoenix zog nach 17:17/56.). Spätestens beim 19:19- Ausgleich der Gastgeberinnen rund 80 Sekunden vor dem Ende drohte es dann peinlich zu werden für den Favoriten. Die gut freigespielte Kira Sebold (Muche: „Sie hat in dieser Saison einen Riesenschritt gemacht“) prügelte den Ball dann aber 20 Sekunden vor dem Ende schnörkellos zum 20:19-Erfolg ins Phoenix-Tor.

Und der HSG-Coach? Der brauchte gestern nicht nur zwei Spinning-Stunden, sondern hatte beim Abpfiff einen Puls von 130. „Und ich habe nicht gespielt.“ Gut fürs allgemeine Wohlbefinden: in dieser Trainingswoche mit Blick auf die Partie gegen Spitzenreiter Werder Bremen II wird der ortabwesende Michael Muche von Torwartwart-Trainerin Martina Jacobs vertreten. Quelle WZ/Mün

HSG: Ricklefs (1.-60.), Ditzel; Reitz 7, Sebold 4, Linda 3, Eisenhauer 3, Schoster 1, Wagner 1, Lange Emden, Stoll, Günther

Heimspiel

 

   Oberliga Damen   

              vs

     FC Schüttorf 09 

  20.01.2018  16:00

Sporthalle Nogatstraße